Wissenschaftliches Instrument zur Prüfung von Gesetzesvorhaben unter Aspekten der Generationengerechtigkeit
Die Herausforderung der intergenerationalen Gerechtigkeit und ihre Folgen für politische Gestaltung sind zwar seit langem bekannt (und ungelöst), gebietet aber – durch die Diskussion um den „Zeitplan“ klimaschützender Maßnahmen (und in Deutschland durch die Forderung nach einer intergenerationalen Verhältnismäßigkeit im sog. Klimaschutzbeschluss des BVerfG) dringlicher geworden – die Entwicklung in der Praxis politischer Gestaltung handhabbarer Lösungen. Darüber hinaus fallen unter das Thema der Generationsgerechtigkeit nicht nur Erwägungen zu künftigen Generationen, sondern – bereits heute – Fragen, die den Ausgleich zwischen bestehenden Generationen betreffen.
Das vorliegende Projekt entwickelt hierzu einen theoretischen und methodischen Rahmen, auf dessen Basis die Prüfung von Gesetzesvorhaben hinsichtlich deren potenzieller (1) Auswirkungen allgemein sowie auf (2) unterschiedliche Generationsgruppen spezifisch ermöglicht wird. Dabei werden qualitative und quantitative Methoden der empirischen Forschung eingesetzt, die in einem innovativen neuen Instrument vereint und zur fundierten Prüfung von Gesetzesvorhaben herangezogen werden. Das methodisch anspruchsvolle Vorhaben zeichnet sich besonders durch die Entwicklung neuer Maßzahlen und deren intuitive grafische Deutung für Rezipientinnen und Rezipienten aus sowie durch die Analyse thematischer Streubreite und Prognosen.
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