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Planfeststellungsrechtliche Beratung und kommunikative Begleitung des Bahnprojektes Hamburg/Bremen Hannover
Das FÖV führt im Auftrag der DB Netz AG das Projekt "Planfeststellungsrechtliche Beratung und kommunikative Begleitung des Bahnprojektes Hamburg/Bremen Hannover" durch.
Führung in der Transformation, Führungskräfteentwicklung in Europa
Die zunehmende Komplexität, die politischen und administrativen Entscheidungen zugrunde liegt, sorgt dafür, dass die Bedeutung von Führungskräften im öffentlichen Sektor steigt. Angesichts langfristiger Herausforderungen wie dem Klima- und dem demografischen Wandel oder der Digitalisierung sehen sich der öffentliche Sektor und die Ministerialverwaltungen gezwungen, unter komplexen Bedingungen bestmögliche Lösungen zur Erfüllung staatlicher Aufgaben zu entwickeln. Führungskompetenzen und -persönlichkeiten sind dabei gefragter denn je und im internationalen Kontext wird vermehrt ein Ausbau systematischer Personalentwicklungsmaßen für Führungskräfte gefordert, die heute und zukünftig politisch-administrative Richtungsentscheidungen treffen. Das Teilprojekt zielt vor diesem Hintergrund auf eine Analyse der Führungskräfteentwicklung im europäischen Vergleich ab, die der deutschen Ministerialverwaltung konkrete Handlungsempfehlungen für eine systematische Weiterentwicklung derselben auf Bundes- und Landesebene liefern kann. Vor dem Hintergrund aktueller und künftiger Herausforderungen, mit denen sich Führungskräfte konfrontiert sehen, wird untersucht, inwieweit die Führungskräfteentwicklung bereits auf sich abzeichnende Veränderungsprozesse eingestellt ist und welche Bedarfe sich in diesem Kontext manifestieren.
Diversität im öffentlichen Dienst als Public Value
In den letzten Jahren waren verstärkt Initiativen zu verzeichnen, mit denen die Diversität der Beschäftigten im öffentlichen Dienst erhöht und gestärkt werden soll. Dies geschah nicht nur aufgrund des Fachkräftemangels, sondern ist auch von der Erkenntnis getragen, dass eine breite Repräsentation zu einer höheren Responsivität der Verwaltung beiträgt. Indem sie besser und gezielter auf die Anliegen und Bedürfnisse aller Bevölkerungsgruppen eingeht, stärkt dies auch die Akzeptanz des Verwaltungshandelns. Das Projekt zielt im Ergebnis auf die Zusammenstellung einer „tool box“ für eine diversitätssensible Sozialisierung der öffentlichen Verwaltung. Der Fokus liegt auf der Länderebene und schließt dort die Führungs- und die Fachebene ein.
Berücksichtigung von Kompetenzen bei der Personaleinstellung und -entwicklung im öffentlichen Dienst
Die öffentliche Verwaltung ist europaweit der größte Arbeitgeber, weswegen eine zeitgemäße Politik der Personaleinstellung und -entwicklung von eminenter Bedeutung ist. Im Umgang mit Humanressourcen ist außerdem eine mittelfristige Perspektive gefragt, welche die notwendige Planbarkeit des Personalbedarfs herstellt. Zunehmend werden in der Personaleinstellung und -entwicklung Instrumente nachgefragt, die auch die Berücksichtigung informeller Kompetenzen insbesondere von Führungskräften miteinbeziehen. Die Koordinierung zwischen Stellenangebot und -nachfrage erfordert eine Strategie, welche die richtige Auswahl von Mitarbeitenden mit angemessenen fachlichen und beruflichen Fähigkeiten sowie entsprechenden soft skills, wie etwa Sozialkompetenz, Teamfähigkeit und Stressresistenz, ermöglichen soll. Über Fragen des öffentlichen Dienstes wird traditionell ganz überwiegend auf nationaler Ebene diskutiert, wenn auch inzwischen europäische Standards die nationalen Pfadabhängigkeiten zuweilen überlagern. Daher beabsichtigt das Projekt, eine Forschungslücke zu schließen, indem es Expertinnen und Experten aus Theorie und Praxis aus ausgewählten europäischen Ländern in die Behandlung der einzelnen Forschungsthemen miteinbezieht, um aus dieser „Innenperspektive“ Handlungsempfehlungen für die deutsche öffentliche Verwaltung zu gewinnen.
Public Values und Attraktivität des öffentlichen Dienstes im europäischen Vergleich
Im Zentrum der Public Values, vereinfacht verstanden als die von den Bürgern für das Gemeinschaftsleben als förderlich erachteten Prinzipien, steht die Gemeinwohlorientierung staatlichen Handelns. Diese wird ihrerseits durch eine Reihe von Grundsätzen wie Verfassungs- und Gesetzestreue, Loyalität zum Dienstherrn und Leistungsdenken gesichert und gefördert, die daher in einem weiteren Sinne ebenfalls als Public Values betrachtet werden können. Einen Schwerpunkt der Analyse soll die Erörterung von Public Values im Zusammenhang mit einer Führungsaufgabe im öffentlichen Sektor darstellen. Es soll der Frage nach der allgemeinen Erwartung gegenüber Managern im öffentlichen Sektor, nach deren ethischem commitment sowie nach den optimalen institutionellen Voraussetzungen für ein value-based management nachgegangen werden. Zusätzlich sollen die Rolle von soft law sowie das Verhältnis zwischen dem Verwaltungsinnenrecht (Verwaltungsvorschriften, Ministerialrundschreiben, usw.) und den Bestimmungen mit Außenwirkung untersucht werden.
Aufgabenprognostische Kompetenzplanung und -entwicklung
Der demografische Wandel führt zu einer Veränderung der Arbeitsstruktur öffentlicher Verwaltungen. Die Anzahl der erwerbsfähigen Beschäftigten wird abnehmen, die Belegschaften älter als auch heterogener und die Rekrutierung neuer qualifizierter Mitarbeitende im Wettbewerb mit der Privatwirtschaft deutlich schwerer werden. Neben dem demografischen Wandel führen verschiedenste Veränderungen (d. h. die Einführung neuer Technologien zur Umstellung von analogen Prozessen auf digitale) und neue Aufgaben sowie die digitale Transformation (d. h. die Anpassung von ganzen Geschäftsprozessen oder -modellen an digitale Veränderungen) zu neuen Arbeitsweisen in der Verwaltung, die eine schnelle Anpassung der Mitarbeitenden an diese Veränderungen erforderlich machen. Die Weiterentwicklung von Kompetenzen muss proaktiv geplant werden, um die Leistungsfähigkeit der Verwaltung auch zukünftig zu gewährleisten. Das Projekt knüpft an diesen Bedarf an, indem es die Kompetenzplanung und -entwicklung von Behörden in den Blick nimmt. Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines spezifisch auf die öffentlichen Verwaltungen in ihrer Ebenen- und Aufgabendifferenziertheit zugeschnittenen methodischen Grundmodells der Aufgabenprognose und des darauf bezogenen Bedarfs an Kompetenzen sein.
Verwaltungssurvey
Das aktuelle Forschungsprogramm des Deutschen Forschungsinstituts für öffentliche Verwaltung (FÖV) sieht die Durchführung eines Verwaltungssurveys für die öffentliche Verwaltung in Deutschland vor. Dieses in anderen Ländern wie bspw. Australien, Kanada, den Vereinigten Staaten oder dem Vereinigten Königreich bereits etablierte Instrument zur Befragung von Beschäftigten der öffentlichen Verwaltung wird in Deutschland bislang nur themen- oder institutionenspezifisch eingesetzt; eine systematische Befragung des Verwaltungspersonals über unterschiedliche Verwaltungsebenen und Politikfelder hinweg erfolgt bislang nicht. Diese Lücke soll der Verwaltungssurvey des FÖV schließen.
Wissensmanagement in der öffentlichen Verwaltung
Um auf die systemischen Herausforderungen multidimensionaler Transformation der Verwaltung bestmöglich reagieren zu können, bedarf es der Optimierung vorhandener Steuerungsressourcen. Wissen stellt eine dieser entscheidenden Ressourcen dar, die für die Bewältigung von einer Vielzahl an Verwaltungsaufgaben unerlässlich ist. So trägt Wissen zu einer Verbesserung der Handlungsfähigkeit der Verwaltung bei, indem sich Verwaltungsmitarbeitende Zugang zu relevanten Informationen verschaffen, die Qualität der Informationen überprüfen, daraus Wissen ableiten und darauf basierend schließlich Entscheidungen bei der Aufgabenerledigung treffen. Ziel des Forschungsprojektes ist es, ein Konzept für ein integriertes Wissensmanagement zu entwickeln, um das vorhandene Wissen für die Verwaltungspraxis zukünftig bestmöglich nutzen zu können.
Personalgewinnung unter Public-Value-Strategien
Dem öffentlichen Sektor gelingt es zunehmend weniger mit den bisherigen Ansätzen ausreichend Personal zu gewinnen und zu binden. Zu den Herausforderungen des demographischen Wandels tritt der Wettbewerb mit dem privaten Sektor um Beschäftigte. Vor diesem Hintergrund braucht es eine Auseinandersetzung damit, wie es dem öffentlichen Dienst gelingen kann, Fachkräfte zu gewinnen und bestehendes Personal motivational zu binden.
Kommunale Unternehmen im Regime des Datennutzungsgesetzes
Für kommunale Unternehmen ist es von immer größerer Bedeutung, in welchem Umfang sie ihren Datenfundus intra- und interorganisatorisch auswerten dürfen und Dritten ebenfalls eine Nutzung gestatten müssen. Den einfachrechtlichen Rahmen, in dem sie sich insoweit bewegen dürfen, steckt seit dem Jahr 2021 das Datennutzungsgesetz (DNG) ab. Es sieht zwei unterschiedlich invasive Regelungsregime vor: Öffentliche Stellen unterliegen strengeren Vorgaben als Unternehmen der Daseinsvorsorge. Kommunale Unternehmen können dabei sowohl in die eine als auch in die andere Kategorie fallen. Obwohl die daraus erwachsenden Folgen nachhaltig sind, sagt das DNG nicht klar, wann sie welcher Gruppe zuzuordnen sind. Das Projekt hat Lösungsansätze entwickelt.