Die Transformation des Öffentlichen Dienstes in Europa

Das Forschungsprojekt ist auf drei Jahre angelegt; es startete Anfang 2021 mit dem Aufbau eines Netzwerks von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Rechtstraditionen sowie mit der Einbindung von Praktikerinnen und Praktikern.
Das internationale Projekt wird von Prof. Dr. Dr. h.c. Karl-Peter Sommermann, Apl. Prof. Dr. Cristina Fraenkel-Haeberle und  Assistenzprofessor Dr. habil. Adam Krzywon (Universität Warschau/derzeit Deutsches Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung) geleitet. Im März 2022 hat die Fritz Thyssen Stiftung den Förderantrag zur Projektdurchführung positiv beschieden.
Ziel des Forschungsprojekts ist die Erarbeitung eines Handbuchs über den öffentlichen Dienst in Europa in englischer Sprache. Der Band soll zum einen die Veränderungen und Entwicklungstendenzen des öffentlichen Dienstes in Europa in vergleichender Perspektive sichtbar machen und übergreifende Reformbedarfe ermitteln, zum anderen soll er dazu beitragen, das öffentliche Dienstrecht als eine Materie des europäischen Verfassungs- und Verwaltungsrechts zu etablieren und eine europäische verwaltungswissenschaftliche Perspektive auf das Thema zu stärken.
Über Fragen des öffentlichen Dienstes wird traditionell ganz überwiegend auf nationaler Ebene diskutiert. Dies ist naheliegend, solange das maßgebliche Recht und die vom öffentlichen Dienst zu bewältigenden Aufgaben innerstaatlicher Natur sind. Längst wirken indes europäische Rechtsnormen und Standards auf die nationalen Systeme des öffentlichen Dienstes ein. Zudem wird es zunehmend wichtiger, die nationalen Normen zu vereinheitlichen und einander anzunähern, um die Wahrnehmung überstaatlicher Aufgaben und die Interoperabilität der Systeme zu verbessern. An Untersuchungen zu diesen Entwicklungen mangelt es. Durch das Handbuch soll eine Forschungslücke geschlossen werden, die ein Thema von großer Bedeutung für die Wissenschaft wie für die die Praxis betrifft. Die ca. 50 mitwirkenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Praktikerinnen und Praktiker aus verschiedenen europäischen Ländern sind in der Mehrzahl Rechtswissenschaftler, im Übrigen sozialwissenschaftlich und ökonomisch ausgerichtete Verwaltungswissenschaftler.
Die Vorarbeiten zu dem Projekt sind abgeschlossen ein Autor*innentreffen ist vom 30. Juni bis  zum 1. Juli 2022 in Speyer geplant.

 

Laufzeit

6.4.2022 - 5.4.2024