Evaluation von Infoaktionen und Öffentlichkeitsarbeit des BASE im Rahmen der Standortauswahl

Die sichere Endlagerung radioaktiver Abfälle ist bereits seit Jahrzehnten Anlass gesellschaftspolitischer Konflikte. Insbesondere die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle ist nach wie vor ungelöst, weswegen im Jahr 2017 mit dem Standortauswahlgesetz (StandAG) eine gesetzliche Grundlage für eine ergebnisoffene, wissenschaftsbasierte und transparente Auswahl eines Standortes für die bestmöglich sichere Endlagerung hochradioaktiver Abfälle geschaffen wurde.

Als Träger der Öffentlichkeitsbeteiligung im Standortauswahlverfahren sowie als Aufsichtsbehörde für die Suche nach einem geeigneten Endlagerstandort schafft das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) die Grundlagen und Rahmenbedingungen für die Einbindung aller relevanten Stakeholdergruppen in die Standortauswahl. Dies erfolgt einerseits über die im StandAG geregelten Beteiligungsformate, andererseits über darüber hinausgehende informelle Informations- und Dialogangebote des BASE.
Seit dem Frühjahr 2020 führt  BASE mit Unterstützung eines externen Dienstleisters bundesweit neue Informationsmaßnahmen durch, mit deren Hilfe die Aufmerksamkeit für das Thema Endlagersuche gesteigert und über die Beteiligungsmöglichkeiten informiert und zur aktiven Beteiligung motiviert werden soll. Diese vom BASE und dem externen Dienstleister durchgeführten Maßnahmen stellen ein zentrales Element der Kommunikation bei der Endlagersuche dar. Die Endlagersuche ist dabei ein Thema, das die Kommunikationsexpertinnen und -experten vor eine einzigartige Aufgabe mit hoher Relevanz stellt.

Der Politik- und Beratungsbereich des FÖV wurde von BASE bis November 2022 damit beauftragt, sowohl einzelne Elemente der Infoaktionen als auch die Kommunikationsmaßnahmen des BASE in Gänze zu evaluieren.  Es werden die intendierten und nicht-intendierten Wirkungen der Informations- und Dialogangebote geprüft. Des Weiteren analysiert der Beratungsbereich die Umsetzungsprozesse der Maßnahmen in Bezug auf die formulierten Ziele und Strategien. Schließlich erfolgt seitens des Evaluationsteams eine Bewertung, ob und in welchem Umfang das Kommunikationskonzept und die Reframingstrategie des Dienstleisters erfolgreich umgesetzt werden konnte. Der Politik- und Beratungsbereich wird die Evaluationsergebnisse im Sinne eines ‚lernenden Systems‘ formulieren, um auf Basis empirischer Erkenntnisse Handlungsempfehlungen für die (Weiter-) Entwicklung einzelner Bausteine bzw. der Kommunikationsmaßnahmen und -konzepte abzuleiten.

 

Laufzeit

1.08.2020 - 30.11.2022