Aufgaben und Struktur

Gemäß § 67 Abs. 2 Verwaltungshochschulgesetz und § 1 Abs. 1 der Landesverordnung über das Forschungsinstitut obliegt dem Institut die Forschung im Bereich der Verwaltungswissenschaften (Verwaltungsforschung), insbesondere im Rahmen fächerübergreifender Forschungsvorhaben, unter besonderer Berücksichtigung der praktischen Aufgaben und Bedürfnisse der öffentlichen Verwaltung. Dies umfasst die Erschließung und Aufbereitung wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Die Aufgabenstellung des Instituts wurde im Zuge der Neustrukturierung präzisiert, blieb jedoch in den Grundzügen unangetastet. Sie trägt einerseits der Forderung des Wissenschaftsrates nach einer Stärkung der Interdisziplinarität in der Forschungsarbeit des Instituts Rechnung und erkennt andererseits den Wunsch der Träger des Instituts nach anwendungsorientierter, der praktischen Nutzanwendung verpflichteten Verwaltungsforschung an.

Mit der Erschließung und Aufbereitung wissenschaftlicher Erkenntnisse wird dem Forschungsinstitut ein Tätigkeitsfeld im Bereich der Transfer- und Serviceleistungen zugewiesen, wie sie schon bisher von der Wissenschaftlichen Dokumentations- und Transferstelle für Verwaltungsmodernisierung in den Ländern (WiDuT) erbracht wurden. Insgesamt reflektiert die Aufgabenstellung des Instituts das Spannungsverhältnis zwischen Grundlagenforschung und anwendungsorientierter Forschung, das seit jeher die Forschungstätigkeit des Instituts geprägt hat (Motto: Forschung über und für die öffentliche Verwaltung).

Das Forschungsinstitut erfüllt die ihm übertragenen Aufgaben im Rahmen seines Forschungsprogramms, welches den jährlich fortgeschriebenen Arbeitsplan und das mittelfristige Forschungsprogramm zusammenfasst. Die Tätigkeit des Instituts konkretisiert sich traditionell in der Durchführung von Forschungsprojekten und – projektbezogenen oder selbständigen – wissenschaftlichen Veranstaltungen. Als neueres akademieähnliches Element hat die Einrichtung von Arbeitskreisen Eingang in die Institutsarbeit gefunden. Der Transfer- und Servicegedanke findet seinen Ausdruck in der Gründung bzw. im Ausbau bestimmter Service-Elemente. Schließlich unterhält das Institut ein Netz nationaler und internationaler Beziehungen, zu dessen Pflege insbesondere seine Korrespondierenden Mitglieder und die Gastforscher des Forschungsinstituts beitragen.

Die Forschungstätigkeit des Instituts entfaltet sich in drei Forschungsschwerpunkten, die organisatorisch in den drei Sektionen des Instituts sichtbar werden:

Die Sektionen bilden den institutionellen Rahmen für die Forschungstätigkeit des Instituts, insbesondere für die Forschungsprojekte und die Arbeitskreise. Um den Kern der engeren Forschungstätigkeit gruppieren sich die Service-Elemente, die im Hinblick auf ihre andersartige Tätigkeit nicht bestimmten Sektionen zugeordnet sind, aber die Institutsforschung durch ihre Arbeit befruchten und ihrerseits von dieser Impulse empfangen.


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