Universitäre Lehre in Zeiten der Studienreform und Exzellenz-Initiative:
Multiple Zielverfolgung auf der Ebene der Organisation und ihrer individuellen Akteure

Tagungen

 

"Hochschulmanagement und Hochschullehre im Spannungsfeld von Organisation und Individuum"

Workshop am Donnerstag, den 02. Februar 2012
von 10.00 bis 18.00 Uhr
im Internationalen Begegnungszentrum der Wissenschaft (IBZ) an der Universität Bielefeld

 

Unter Schlagwörtern wie „Bologna-Prozess“ und „Exzellenz-Initiative“ werden derzeit parallel Reformvorhaben auf verschiedenen Ebenen verfolgt, die auch oder gerade in der akademischen Lehre zu grundlegenden Veränderungen führen. Die Lehre an deutschen Hochschulen ist nicht nur Gegenstand aktueller hochschulpolitischer Diskussionen, sondern wird auch in der Hochschulforschung umfassend untersucht. Dies möchten wir zum Anlass nehmen, um in einem interdisziplinären Workshop aktuelle Forschungsergebnisse zur Lehre in Hochschulen zu diskutieren.

Der Workshop findet am 02. Februar 2012 von 10.00 bis 18.00 Uhr im Internationalen Begegnungszentrum der Wissenschaft (IBZ) an der Universität Bielefeld statt. Er besteht aus drei Arbeitsblöcken (siehe Programm). Zunächst werden mit einer Perspektive auf Governance und Personalmanagement organisationale Rahmenbedingungen, Anreizstrukturen und externe Erwartungen in Bezug auf die Lehre diskutiert. Im zweiten Teil wird die Lehrmotivation in den Vordergrund gestellt und der Fokus auf die individuellen Akteure gelegt: Was motiviert den/die einzelne(n) Lehrende(n)? Welchen Stellenwert nimmt die Lehre aus Sicht der Wissenschaftler(innen) im Spektrum multipler Anforderungen und Ziele ein? Vor dem Hintergrund der unterschiedlichen theoretischen Ansätze werden im dritten Block anwendungsorientierte, praktische Handlungsempfehlungen und Implikationen für eine interdisziplinäre, theoriegeleitete Hochschulforschung wie auch ein Hochschulmanagement diskutiert.

Programm

10:00-10.30

Come Together

10.30-12.45

Panel 1: Governance und Personalmanagement

Moderation:

Georg Krücken
(Universität Kassel)

Thesen von:

Katharina Kloke
(ConGo-Projekt, FÖV Speyer)

Fred G. Becker
(MogLI-Projekt, Universität Bielefeld)

Rolf König)

(QualitAS Lehre, Universität Bielefeld)

Uwe Wilkesmann

(Governance an Hochschulen, TU Dortmund)

 

Was wirkt auf Hochschulen? Wie reagieren Hochschulen auf organisationale Rahmenbedingungen, Anreizstrukturen, externe Erwartungen und den Governancewandel?

 

Wie haben sich Hochschulen auf die zunehmenden Anforderungen im Bereich  Lehre vorbereitet und was tut sich derzeit? Welche Rolle nehmen Hochschulleitungen und Supporteinrichtungen ein? Wie stellt sich der „Wert“ von Lehre aktuell dar? Welche Möglichkeiten sehen Hochschulleitungen zur Sicherung der Qualität der Lehre, wie beurteilen sie Erfordernisse? Wo kann das Personalmanagement ansetzen, um die Qualität der Lehre zu verbessern?

12:45-13:45

Mittagspause

13.45-16.00

Panel 2: Lehrmotivation im Kontext

Moderation:

Elke Wild
(Universität Bielefeld

Thesen von:

Wiebke Esdar
(ConGo-Projekt, Universität Bielefeld)

Elke Heise
(LeWi-Projekt, TU Braunschweig)

Ralph Stegmüller / Wögen Tadsen
(MogLI-Projekt, Universität Bielefeld)

 

Was wirkt auf individuelle Akteure? Wie reagieren individuelle Akteure?

 

Welche Kontextbedingungen bedingen faktisch Lehrengagement? Wie (hoch und in welcher Form) sind Hochschullehrer(innen) für die Lehre motiviert? Welche Bedürfnisse werden formuliert, wodurch sehen sich Lehrende motiviert? Welchen Stellenwert nimmt Lehre aus Sicht von Nachwuchswissenschaftler(innen) im Spektrum der multiplen Anforderungen und Zielen ein und wie stark konfligieren eigene Ziele in der Lehre mit anderen Anforderungen?

16.00-16.30

Kaffeepause

16.30-18.00

Abschlusspanel

Moderation:

Fred G. Becker
(Universität Bielefeld)

Zusammenfassende Thesen:

Edith Braun
(Leiterin des HIS-Instituts für Hochschulforschung,)

Bettina Jorzik
(Stifterverband, Leiterin Programmbereich "Lehre und akademischer Nachwuchs

 

Was nun? Zusammenführung von Panel 1 und Panel 2, Welche Handlungsimplikationen ergeben sich für Praxis und Politik? Welche neuen Forschungsfragen kommen auf uns zu?

 


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