Nationale Kooperationen

Neben den vielfältigen nationalen Kontakten der einzelnen Institutsangehörigen, auf deren Auflistung aus Platzgründen verzichtet wurde, ist auf nationaler Ebene die Zusammenarbeit mit der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer von Bedeutung. Zwar hat das FÖV im Zuge der Restrukturierung ein eigenständiges, von der DHV deutlich abgegrenztes Forschungsprofil entwickelt. Andererseits bietet die räumliche Nähe zur DHV Gelegenheit, die am Institut erarbeiteten Erkenntnisse über Aus- und vor allem Fortbildungsveranstaltungen der DHV in die Praxis zu transferieren.

Eine enge Zusammenarbeit besteht mit Bund, Ländern, Kommunen und anderen Trägern öffentlicher Verwaltung. Über die institutionelle Ebene des Institutsverwaltungsrats hinausgehende Kooperationen bestehen u.a. mit dem rheinland-pfälzischen Ministerium des Innern und für Sport auf dem Gebiet der Analyse und Optimierung des Widerspruchsverfahrens vor den Stadt- und Kreisrechtsausschüssen im Lande Rheinland-Pfalz. Darüber hinaus werden von öffentlichen Stellen angeregte und mit Drittmitteln finanzierte Forschungsprojekte am FÖV durchgeführt. Als Beispiele genannt seien die Projekte „Umstellung des kommunalen Haushalts- und Rechnungswesens des Landes Niedersachsen“; Finanzierung durch das Finanzministerium des Landes Niedersachsen) und „Dauer von Zulassungsverfahren“ (Finanzierung durch das Innenministerium des Landes Baden-Württemberg). Mit dem Landtag Rheinland-Pfalz hat das Forschungsinstitut am 14. Mai 2003 einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, der die enge Zusammenarbeit zwischen dem FÖV und der Landtagsverwaltung in parlamentsrelevanten Fragestellungen regelt. Als dritte Vertragspartei ist die DHV Speyer an diesem Vertrag beteiligt.

Das FÖV unterhält darüber hinaus eine Reihe enger Kontakte zu außeruniversitären Forschungseinrichtungen. So ist es über eine am 25. Januar 1996 unterzeichnete Kooperationsvereinbarung mit dem Forschungszentrum Karlsruhe verbunden. Damit wurde die bereits vorher bestehende intensive Zusammenarbeit auf eine förmliche Grundlage gestellt. Formen der Zusammenarbeit sind insbesondere die Durchführung gemeinsamer Forschungsprojekte und wissenschaftlicher Veranstaltungen sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Zudem finden jährlich gemeinsame Forschungskolloquien statt, zuletzt 2001 zum Thema „Staatsmodernisierung und E-Government“. Das nächste gemeinsame Kolloquium wird am 9. Dezember 2002 stattfinden.

Mit dem Zentrum für Wissenschaftsmanagement (ZWM), Speyer, ist das FÖV, nachdem es bereits maßgeblich zu dessen Gründung beigetragen hat, eine strategische Partnerschaft eingegangen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, einen gemeinsamen Beitrag zur Steigerung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zu leisten. Dazu sollen insbesondere gemeinsame Forschungsvorhaben auf dem Gebiet des Wissenschaftsmanagements entwickelt und durchgeführt werden. Der die strategische Partnerschaft ausfüllende Kooperationsvertrag ist auf der Gründungsversammlung am 30. April 2002 verabschiedet worden. Das erste gemeinsame Projekt, das seit dem 1. Juli 2002 am FÖV durchgeführt wird, trägt den Titel „Transformationspfade und Leistungsfähigkeit des deutschen Systems der außeruniversitären Forschung“.

Ebenfalls auf dem Gebiet des Wissenschaftsmanagements kooperiert das FÖV mit dem Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, Köln. Ziel des am 14. Juni 2002 unterzeichneten Kooperationsvertrags ist die Vernetzung der Grundlagen- und Anwendungsforschung im Bereich des Wissenschaftsmanagements. Im Rahmen der Partnerschaft hat das Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung seit dem 1. Mai 2002 für die Dauer von fünf Jahren einen habilitierten Mitarbeiter unentgeltlich an das FÖV abgeordnet


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