Der Zusammenhang zwischen der Heterogenität und der Performanz von Arbeitsgruppen wird in der personalwirtschaftlichen Literatur zunehmend diskutiert. Ein allgemein beachtetes theoretisches Modell gibt es jedoch genauso wenig wie übereinstimmende empirische Evidenz. Im vorliegenden Forschungsprojekt werden 86 DFG-Graduiertenkollegs untersucht hinsichtlich ihrer Zusammensetzung und ihres Forschungsoutputs. Theoretisch stützt sich das Projekt auf den personalökonomischen Ansatz von Lazear (1999), mit dessen Hilfe sich die Argumente aus den existierenden soziologischen und sozialpsychologischen Theorien integrieren lassen. Auf Basis dieses Ansatzes werden für das spezifische Anwendungsfeld der Forschernachwuchsgruppen Hypothesen zum Einfluss von Heterogenität auf die Forschungsperformanz der Gruppen sowie zu den Determinanten dieses Zusammenhangs abgeleitet. Die empirische Überprüfung erfolgt anhand eines originären Datensatzes zu 86 DFG-geförderten Graduiertenkollegs. Die deskriptiven Auswertungen zeigen eine deutliche Streuung bezüglich Heterogenität und Performanz zwischen den verschiedenen Kollegs und auch zwischen den Fachdisziplinen. Die Ergebnisse erster Regressionsschätzungen geben Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Heterogenität in Kollegs und deren Forschungsperformanz, wobei verschiedene Typen von Heterogenität - wie theoretisch vorhergesagt - unterschiedlich wirken. Erste Bestätigung findet sich auch für die Hypothese, dass die institutionelle Förderung von (wissenschaftlichem) Austausch den Zusammenhang zwischen Heterogenität und Performanz beeinflusst.