Univ.-Prof. Dr. Matthias Ruffert
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Jana Mühlisch
Friedrich-Schiller Universität Jena
Sebastian Steinecke
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Gefördert durch: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Laufzeit: 3 Jahre (2006-2009)
Im Themenfeld Wissenschaft lassen sich Ursachen und Ausprägungen globaler Interdependenzen besonders gut beobachten. Der Skandal um den koreanischen Stammzellenforscher Hwang Woo-Suk hat jene weltweite grenzüberschreitende Verflechtung der Wissenschaftslandschaft eindrucksvoll illustriert. Generell zählt der umbruchartige Wandel des Bereichs Wissenschaft zu den spannendsten Herausforderungen an rechtliche Regulierung in der Gegenwart, weil sich Wissenschaft kraft ihrer Eigengesetzlichkeit rechtlicher Regulierung widersetzt, obwohl sie auf die ermöglichende und Freiräume schaffende Wirkkraft des Rechts angewiesen ist.
Das Projekt soll auf dieser Basis einen Beitrag zur Entwicklung eines (die weiter erforschte europäische Ebene übersteigenden) transnationalen Wissenschaftsrechts leisten. Ziel des Projekts ist es, zum einen Strukturen und Potential des transnationalen Wissenschaftsrechts aufzudecken. Speziell die Elemente Normsetzung und Organisation, die im Zentrum transnationaler rechtlicher Regulierung von Wissenschaft stehen, sollen herausgearbeitet werden. Außerdem soll das transnationale Wissenschaftsrecht als Referenzgebiet für die Rechtsentwicklung im globalen Rahmen erschlossen werden.