Univ.-Prof. Dr. Uwe Schimank
Fernuniversität Hagen
Univ.-Prof. Dr. Jürgen Enders
Center for Higher Education
Policy Studies (CHEPS), Universität Twente
Univ.-Prof. Dr. Barbara Kehm
Internationales Zentrum für Hochschulforschung (INCHER) Kassel,
Universität Kassel
Sandra Bürger
Internationales Zentrum für Hochschulforschung (INCHER) Kassel,
Universität Kassel
Dr.
Harry de Boer
Center for Higher Education
Policy Studies (CHEPS), Universität Twente
Frank Meier
Fernuniversität Hagen
Dr. Ute Lanzendorf*
Internationales Zentrum für Hochschulforschung (INCHER) Kassel,
Universität Kassel
Liudvika Leisyte
Center for Higher Education
Policy Studies (CHEPS), Universität Twente
Nicolas Winterhager
Internationales Zentrum für Hochschulforschung (INCHER) Kassel,
Universität Kassel
* Projektmitglied bis 30. Juni 2008
Ziel der Untersuchung ist weiterhin eine vergleichende Betrachtung zweier Governance-Typen von Universitäten – des traditionellen Selbstverwaltungsmodells und des neueren Managementmodells (new public management) – im Hinblick auf Konsequenzen für das Entscheidungsgeschehen in Universitäten und bestimmte Merkmalsdimensionen der Forschung.
In der ersten Projektphase wurde das noch immer an den deutschen Universitäten vorherrschende Selbstverwaltungsmodell gezielten Vergleichen in drei Richtungen ausgesetzt: mit den einschlägigen Erfahrungen anderer Länder, in denen das Managementmodell zumindest in wichtigen Komponenten bereits umgesetzt ist; mit den Erfahrungen bestimmter deutscher außeruniversitärer Forschungseinrichtungen, die ebenfalls Elemente des Managementmodells implementiert haben; und mit aktuellen ersten Reformerfahrungen in der deutschen Hochschullandschaft selbst. Im Zentrum der Empirie standen detaillierte Fallstudien von Forschergruppen und Instituten aus zwei Forschungsfeldern („rote“ Biotechnologie, Mittelalterforschung).
In der nun beantragten Fortsetzungsphase stehen empirisch Deutschland und Österreich als die beiden Länder, die am spätesten auf das Managementmodell umgestiegen sind, im Vordergrund. Die weitere Beobachtung von England und den Niederlanden bleibt wichtig, weil sich dort Veränderungen der Reform-Leitbilder abzeichnen, die weiter zu verfolgen sind. Als neues Thema für die zweite Phase der Untersuchung soll die transnationale Arena Europa, in die nationale Hochschulreformen zunehmend eingebettet sind, systematisch berücksichtigt werden (Stichworte: European Research Area, EURahmenprogramme, European Research Council).