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Deutsches Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung

Mitgliedstaatliche Verwaltungen in formellen und informellen europäischen Verhandlungsarenen

Die Einbindung nationaler Verwaltungen in europäische Regelungsstrukturen in Form von Netzwerken, Ausschüssen und Agenturen eröffnet einerseits neue Handlungs- und Gestaltungsspielräume, andererseits ergeben sich daraus erhebliche Rückwirkungen auf die nationale Ebene und somit die Notwendigkeit, sich frühzeitig in diesen Strukturen einzubringen. Heterogenitäten wie etwa die unterschiedliche Ressourcenausstattung führen jedoch in der Praxis dazu, dass sich einige Mitgliedstaaten stärker engagieren und entsprechend größeren Einfluss ausüben können.
Im Vorfeld werden die Identifikation und Analyse der existierenden formellen und informellen Verhandlungsarenen (Cluster etwa im Bereich Umwelt, Sicherheit, Migration) der mitgliedstaatlichen (Fach-)Verwaltungen, insb. mit Blick auf die Position Deutschlands in ihnen, im Vordergrund stehen. Bereits in der Implementierungsphase ist eine intensive Interaktion, etwa in Form von Expertenworkshops mit den entsprechenden Verwaltungsakteuren sowie ggf. einer online durchzuführenden Befragung vorgesehen. Darüber hinaus sollen insbesondere aber auch die Erfahrungen aus den anderen Projekten des Programmbereichs ausgewertet und in das Projekt integriert werden, bevor u.g. Teilfragen adressiert werden können:

  • In welcher Weise sind nationale Einflussmöglichkeiten bislang genutzt worden? An dieser Stelle steht die Identifikation der strukturellen Komposition dieser Arenen im Vordergrund, insbesondere mit Blick auf informelle Kooperationsstrukture.
  • Welche strukturelle Muster und Regelabläufe, die die Durchsetzungsfähigkeit nationaler Verwaltungen in diesen einzelnen formellen und informellen Arenen bestimmen gibt es? Neben der quantitativen Auswertung der beobachtbaren Muster werden spieltheoretische Ansätze sowie Netzwerkanalyse genutzt, um Akteursrollen und -verhalten zu erklären.
  • In wie weit sind den Mitgliedstaaten diese Einflussmöglichkeiten bewusst und was erklärt Nutzungsunterschiede? Die Erhebung von Perzeptionsdaten zu Handlungsspielräumen (aus der Verwaltung selbst wie ggf. bezogen auf Stakeholdergruppen) sowie die anschließende Analyse stehen hier im Mittelpunkt.

Projektleiterin

Prof. Dr. Rahel Schomaker

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