Schrift vergrößern Schrift verkleinern Kontrast ändern zurücksetzen

DE | EN

Deutsches Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung

Europa­akti­vi­täten der Kommunen in NRW – Begleit­forschung zum Leit­programm „Europa­aktive Kommune in Nord­rhein-West­falen“

Das Projekt hat die Europa­akti­vitäten der nord­rhein-west­fälischen Kommunen empi­risch unter­sucht und daraus Hand­lungs­emp­feh­lungen für die wei­tere Aus­gestal­tung des Leit­programms und des Wett­bewerbs „Europa­aktive Kommune in Nord­rhein-West­falen“ ab­ge­leitet.

Die Staats­kanzlei Nord­rhein-West­falen hat im Jahr 2012 das „Leit­programm Europa­aktive Kommune“ ent­wickelt und in diesem Rah­men neben Schu­lungen, Netz­werk­veran­stal­tungen und ge­zielten Infor­mations­veran­staltungen mit der Aus­zeichnung „Europa­aktive Kommune“ ein Instru­ment geschaffen, um einer­seits An­reize für ver­stärkte Europa­aktivitäten zu schaffen und anderer­seits Best Practices in verschie­denen europa­bezogenen Hand­lungs­feldern bekannt zu machen und so die Ver­breitung guter Modelle zu unter­stützen. Dieses Leit­pro­gramm soll nun weiter­ent­wickelt werden. Ins­be­sondere sollen die Aus­zeich­nungs­moda­litäten zur Re-Aus­zeich­nung „Europa­aktive Kommune“ über­arbeitet und der be­stehen­de Kriterien­katalog an lau­fende Ver­ände­rungen an­gepasst werden. Darüber hinaus werden mit der Weiter­ent­wicklung des Leit­pro­gramms eine Fort­schrei­bung des Status quo kommu­naler Europa­aktivi­täten, eine Weiter­ent­wick­lung von Unter­stützungs­angeboten und Ent­wick­lungs­impulsen sowie ein Ausbau des be­stehen­den Netz­werks und ein inten­sivier­ter Er­fahrungs­austausch an­ge­strebt.

Das Begleit­forschungs­projekt unter­sucht in diesem Zusammen­hang zunächst den Status quo der Europa­aktivi­täten der nord­rhein-west­fälischen Kommunen. Dazu zählen unter anderem die Reaktion und Anti­zipa­tion der Städte, Gemein­den und Kreise auf euro­päische Recht­setzung und Pro­gramme (das sogenannte „Downloading“), deren Akti­vitäten zur Beein­flussung euro­päi­scher Ent­schei­dungs­pro­zesse (das so­genannte „Up­loading“), sowie hori­zon­tale Akti­vi­täten zur Ko­ope­ration in Europa. In einer schrift­lichen Um­frage unter allen Kommunen werden diese Akti­vi­täten er­hoben und nach ihrer Ver­anke­rung in der Ver­wal­tungs­orga­nisa­tion und Per­so­nal­ent­wick­lung ge­fragt. Diese quanti­tative Unter­suchung wird er­gänzt durch 12 Fall­studien sowohl in aus­ge­zeich­neten als auch nicht aus­ge­zeich­neten Kommunen. Die Be­gleit­for­schung zielt darauf ab, Lern­impulse aus der ersten Phase des Pro­gramms für seine Weiter­ent­wick­lung nutz­bar zu machen. Daher gilt es zu bi­lan­zieren, welche Im­pulse durch das Vor­gehen der ersten Phase ge­setzt werden konnten, welche Maß­nahmen be­son­dere Wir­kungen zeig­ten und wo wei­terer Hand­lungs­bedarf be­steht.

Die Er­geb­nisse werden in Trans­fer­work­shops mit Prak­tikern aus Kommunen und kommu­nalen Spitzen­ver­bänden disku­tiert und fließen di­rekt in Hand­lungs­emp­feh­lungen zur wei­teren Aus­gestal­tung des Leit­programms ein. Konkret geht es dabei unter an­derem um die Ent­wick­lung eines Kri­terien­kata­logs für die Aus­zeich­nung „Europa­aktive Kommune in Nord­rhein-West­falen“ und die Ent­wick­lung ge­eigneter Weiter­bildungs- und Transfer­formate. Das Projekt ist eng an das Projekt „Ver­waltungs­stile und die Ent­deckung von natio­nalen Hand­lungs­spiel­räumen im Euro­päi­sierungs­prozess“ an­ge­koppelt und er­weitert die zentral­staat­liche Perspek­tive des Pro­jekts um eine sub­natio­nale und kommu­nale Kompo­nente.

Projektleiter

Prof. Dr. Stephan Grohs

Website

Projektbearbeiter

Benjamin Gröbe

Website

Projektbearbeiter

Jan Porth

Website

Laufzeit

01.03.2016 - 31.08.2016

Projektfinanzierung

Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen