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Deutsches Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung

Open-Innovation-Wettbewerbe der öffentlichen Hand - Bürger und Staat als kollaborative Gesellschaftsintrapreneure

Das Projekt „Open Innovation-Wettbewerbe der öffentlichen Hand" untersucht aus internationaler Vergleichsperspektive die Auswirkungen von Open Innovation auf die Verwaltungskultur und trägt Ausgestaltungsmöglichkeiten staatlich initiierter, offener gesellschaftlicher Innovationsprozesse zusammen.

Den Ausgangspunkt der Untersuchung bildet ein internationaler Vergleich von staatlichen Open Innovation- und Crowdsourcing-Plattformen. Anhand der dort gesammelten Erfahrungswerte soll evaluiert werden, wie sich Open Innovation-Ansätze auf die Verwaltungskultur auswirken und insbesondere die zivilgesellschaftliche Einbindung in hoheitlich gesteuerte Entwicklungsprozesse verändern. Dabei sollen auch die ersten Open Innovation-Erfahrungen der deutschen Verwaltung Berücksichtigung finden. Gegenstand des Vergleichs ist neben den verwaltungskulturellen Auswirkungen außerdem die tatsächliche Ausgestaltung der evaluierten Open Innovation-Angebote als Wettbewerbsverfahren, Ideenbörse oder Online-Werkstätten.

Die Erforschung der Möglichkeiten, die sich mit einem Open-Innovation-Ansatz verbinden, ist von erheblicher Dynamik geprägt. Alle relevanten Veröffentlichungen sind sehr jungen Datums. Während in anderen, vor allem in den angelsächsischen Ländern der Gedanke von Innovation Labs bereits Schule gemacht hat, steckt er in Deutschland in den Kinderschuhen. Sowohl die wissenschaftliche Analyse als auch die praktische Umsetzung steht an ihren Anfängen. Der Projektzuschnitt zielt zum einen verwaltungswissenschaftlich darauf ab, die Auswirkungen von Open Innovation-Maßnahmen auf das Selbstverständnis staatlicher Stellen und ihr Verhältnis zum Bürger zu ermitteln. Zum anderen ist es Ziel des Forschungsprojekts, die rechtlichen Regelungsbedarfe und Grenzen von Open Innovation-Angeboten in Form von Wettbewerben in Deutschland aufzuzeigen.

Hinweis: Die Texte auf dieser Homepage sind urheberrechtlich geschützt. Sie stammen wörtlich oder sinngemäß aus Martini, Digitalisierung als Herausforderung und Chance für Staat und Verwaltung, FÖV Discussion Paper Nr. 85, 2016, insbesondere S. 79 f.

Projektleiterin

Prof. Dr. Ines Mergel

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