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Deutsches Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung

Schutzmechanismen der digitalen Kommunikation

Einen digitalen Zugang zu Verwaltungsleistungen zu eröffnen und die Bürger dazu zu motivieren, das Angebot tatsächlich wahrzunehmen, ist nur dann möglich, wenn ausreichend Vertrauen in die technische Infrastruktur besteht. Die sichere Kommunikation über digitale Wege und die Authentifizierung (und Signierung) stellen in Zeiten des E-Government nach wie vor eine große Herausforderung dar. Ein nutzerzentriertes, ebenenübergreifendes digitales Identitätsmanagement braucht insbesondere vertrauenswürdige Identitäten. Die eID-Funktion des neuen Personalausweises ist der erste Schritt zu einer zugangseröffnenden digitalen Identität. Darüber hinaus muss auch die Kommunikation zwischen Staat, Bürger und Intermediären ausreichend hohen Sicherheitsstandards genügen.

In ihrem Art. 6 fordert die eIDAS VO eine gegenseitige Anerkennung von elektronischen Identifizierungssystemen. Das Zusammenspiel der eID-Funktion des Personalausweises mit einem europaweiten Zugang zu Diensten des E-Government bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für innovative, rechtliche, verwaltungswissenschaftliche und ökonomische Forschungsfragen in Bezug auf ein ebenübergreifendes digitales Identitätsmanagement. Darüber hinaus bedarf es eines Anreizsystems für die Bürger, um digitale Identitäten flächendeckend zu nutzen.

Das Themenfeld „digitale Identitäten" ist aber nicht nur für Personen von Belang, sondern insbesondere ein zentraler Erfolgsfaktor des „Internets der Dinge". Jedes der dort vernetzten Objekte besitzt eine eigene „Identität" und muss zuverlässig und möglichst datensparsam ansteuerbar und kommunikationsfähig sein - im Smart Grid ist das bereits heute Realität. Regulatorische Herausforderung ist es insbesondere, übergreifende Standards zu etablieren und vergleichbare Vertrauensniveaus und Sicherheitsstufen zu schaffen.

Darüber hinaus wirft das Projekt einen Blick auf die sichere Kommunikation mit Behörden und Rechtsanwälten sowie auf neue Formen des Zahlungsverkehrs.

Hinweis: Die Texte auf dieser Homepage sind urheberrechtlich geschützt. Sie stammen wörtlich oder sinngemäß aus Martini, Digitalisierung als Herausforderung und Chance für Staat und Verwaltung, FÖV Discussion Paper Nr. 85, 2016, insbesondere S. 65 f.

Projektleiter

Prof. Dr.-Ing. Christoph Sorge

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Projektleiter

Prof. Dr. Mario Martini

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Projektbearbeiter

Michael Kolain

Michael Kolain, Ass. iur.

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