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Deutsches Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung

Schutzmechanismen der digitalen Kommunikation

Die sichere Authentifizierung (und Signierung) in Zeiten des E-Government stellt nach wie vor eine große Herausforderung dar. Voraussetzung für die Etablierung eines digitalen Zugangs zur öffentlichen Verwaltung und deren Nutzung durch die Bürger ist das Vertrauen in die hierfür erforderliche technische Infrastruktur. Ein nutzerzentriertes, ebenenübergreifendes digitales Identitätsmanagement braucht insbesondere vertrauenswürdige Identitäten. Die eID-Funktion des neuen Personalausweises ist der erste Schritt zu einer zugangseröffnenden digitalen Identität.

Mit der eIDAS VO der Union traten ab dem 1.7.2016 zudem materielle Regelungen über einen einheitlichen Rechtsrahmen für elektronische Sicherheitsdienste in Kraft, die gegenüber deutschen Vorschriften Anwendungsvorrang und unmittelbare Wirkung genießen. Gleichzeitig lässt die Verordnung erheblichen Raum für (nationale) Interpretations- und Anwendungsspielräume. Das Forschungsprojekt widmet sich den Auswirkungen auf die deutsche Rechtsordnung und den Gestaltungsoptionen der Kommission.

In ihrem Art. 6 fordert die eIDAS VO eine gegenseitige Anerkennung von elektronischen Identifizierungssystemen. Das Zusammenspiel der eID-Funktion des Personalausweises mit einem europaweiten Zugang zu Diensten des E-Government bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für innovative rechtliche, verwaltungswissenschaftliche und ökonomische Forschungsfragen in Bezug auf ein ebenübergreifendes digitales Identitätsmanagement.

Das Themenfeld „digitale Identitäten" ist aber nicht nur für Personen von Belang, sondern insbesondere ein zentraler Erfolgsfaktor des „Internets der Dinge". Jedes der dort vernetzten Objekte besitzt eine eigene „Identität" und muss zuverlässig und möglichst datensparsam ansteuerbar und kommunikationsfähig sein. Regulatorische Herausforderung ist insbesondere die Definition übergreifender Standards und vergleichbarer Vertrauensniveaus und Sicherheitsstufen. Dieser Herausforderung innovativer Grundlagenforschung nimmt sich das Forschungsprojekt an.

Hinweis: Die Texte auf dieser Homepage sind urheberrechtlich geschützt. Sie stammen wörtlich oder sinngemäß aus Martini, Digitalisierung als Herausforderung und Chance für Staat und Verwaltung, FÖV Discussion Paper Nr. 85, 2016, insbesondere S. 65 f.

Projektleiter

Prof. Dr.-Ing. Christoph Sorge

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Projektleiter

Prof. Dr. Mario Martini

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Projektbearbeiter

Michael Kolain, Ass. iur.

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