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Deutsches Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung

Digitale Sicherheitsarchitekturen

Sicherheitsbehörden bewegen sich im Internet oft in einer rechtlichen Grauzone. Ihr digitaler Handlungsradius ist nicht immer hinreichend rechtsklar markiert. Das allgemeine und besondere Ordnungsrecht tun sich bislang schwer damit, digitale Fahndungs-, Überwachungs- und Ermittlungsmaßnahmen in ihrer Normstruktur zu verorten. Bislang fehlt es an klaren Strukturen eines digitalen Ordnungsrechts der Zukunft - etwa im Hinblick auf Bodycams, Drohnen oder neue Möglichkeiten der IT-Forensik.

Hinzu kommt, dass die normativen Vorgaben für den Umgang mit neuen Technologien häufig nicht deckungsgleich mit den Bedürfnissen der Praxis sind. Daraus erwächst ein Spannungsverhältnis: Es ist Aufgabe normativer Analyse und rechtspolitischen Ausgleichs, entgegenlaufende Interessen zu erfassen und aufzulösen.  

Sicherheit im Internet heißt aber nicht nur Rechtssicherheit für Behörden und Bürger. Staatliche Aufgabe ist es auch, funktionsfähige und integre Informations- und Kommunikationsnetze bereitzustellen und eine vertrauliche individuelle Kommunikation zu gewährleisten - etwa im digitalen Identitätsmanagement als Zugangsvoraussetzung zu E-Government-Angeboten. Dem Staat als rahmensetzender Ordnungsmacht kommt hierbei eine Infrastrukturverantwortung zu. Das Kernforschungsthema „Digitale Sicherheitsarchitekturen" greift Fragen der IT-Sicherheit aus regulatorischer und technischer Sicht auf und erarbeitet konkrete Anwendungsmöglichkeiten.

Zu diesem Kernforschungsthema gehören die Projekte:

 

Hinweis: Die Texte auf dieser Homepage sind urheberrechtlich geschützt. Sie stammen wörtlich oder sinngemäß aus Martini, Digitalisierung als Herausforderung und Chance für Staat und Verwaltung, FÖV Discussion Paper Nr. 85, 2016, insbesondere S. 59 ff.

Programmleiter

Prof. Dr. Mario Martini

Prof. Dr. Mario Martini

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Koordinatorin

PD Dr. Nadja Braun Binder

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