Wissenschaftliche Dokumentations- und Transferstelle für Verwaltungsmodernisierung in den Ländern (WiDuT)
In dieser Rubrik möchten wir Ihnen parallel zu unserer aktuellen Newsletter-Reihe einen kurzen Überblick über wichtige Web 2.0 Technologien geben.
Was heißt Web 2.0?
Informationen des Internets werden durch den Benutzer / die Benutzerin nicht mehr nur passiv und kommentarlos konsumiert, sondern können aktiv verändert werden. So können Inhalte einer Internetseite bspw. geändert, ergänzt, gelöscht und/oder kommentiert werden. Die BenutzerInnen werden Autoren, kreative Gestalter, Wissensvermittler und / oder Innovatoren.
Ermöglicht wird dieser neue Umgang mit Informationen durch Technologien wie Wiki, Webblog, Social-Networking-Tools oder Social Bookmarking.
Mehr Infos zu Web 2.0 finden Sie unter anderem bei Wikipedia. Einen umfassenden Überblick über Web 2.0-Technologien gibt auch die Broschüre WEB 2.0 zum Mitmachen vom O´Reilly Verlag.
Was ist ein Wiki?
Wiki ist hawaiisch und heißt übersetzt „schnell“. Hierbei handelt es sich um eine sehr einfach zu bedienende Internet– oder Intranettechnologie, ähnlich einem Portal. Im Wiki können zugelassene BenutzerInnen die Inhalte nicht nur lesen, sondern unbegrenzt bearbeiten oder löschen und so aktiv mit gestalten. Die User sind somit nicht mehr nur passive Konsumenten sondern engagierte Gestalter und Veränderer. Alle BenutzerInnen sind unabhängig von ihrer sonstigen hierarchischen Zuordnung bei der Bearbeitung der Wiki-Inhalte gleichberechtigt.
Der Einsatz von Wikis eignet sich besonders gut für:
die gemeinsame dezentrale Bearbeitung eines Projektes,
Online-Wissensdatenbanken/Online-Enzyklopädie.
Beispiele: Wikipedia, Stadtwiki Karlsruhe, Podcast-Wiki, Bildungslexikon des Deutschen Bildungsservers, Verbundwiki GBV
Ein besonderer Service für unsere Leserinnen und Leser: WiDuT hat für Sie ein Testwiki eingerichtet, in dem Sie nach Herzenslust Einträge vornehmen und bestehende Inhalte ergänzen, verändern oder löschen können. Zum Testwiki gelangen Sie hier.
Mehr Information zu Wiki erhalten Sie auch in unserem Newsletter inForm Ausgabe 8.
Was ist ein Weblog?
Weblogs werden immer beliebter. Egal ob im Geschäfts- oder Privatleben – die Vorteile des Weblog-Technologie überzeugen immer mehr AnwenderInnen. Übersetzt spricht man von einem Online-Tagebuch. Mit dieser Software können Inhalte einer Website sehr einfach verwaltet werden. Dabei werden diese chronologisch und teilweise in Kategorien geordnet. Ziel eines Bloggers oder einer Bloggerin kann es sein, andere vom eigenen Wissen profitieren zu lassen, also anderen Informationen zur Verfügung zu stellen, welche bei Wunsch auch interaktiv durch die LeserInnen kommentierbar gemacht werden können. Das Verdienen von Geld steht in der Regel zumindest in Deutschland (noch) nicht im Fokus. Blogs bieten jedoch die Möglichkeit, die eigene Organisation und eigene Leistungen vorzustellen, direkte Kontakte zu externen Stakeholdern aufzubauen und diese aktiv in die Geschäftsprozesse einzubinden. Über die Kommentarfunktion des Blogs können zudem Meinungen der Stakeholder erfasst werden. Blogs eigenen sich aufgrund des guten Rankings bei Google zu dem sehr gut für Werbezwecke. Intern können Blogs genutzt werden für den Wissens- und Erfahrungsaustausch der Mitarbeiter untereinander. So können zum Beispiel andere Abteilungen oder Mitarbeiter über Projektstände informiert oder Meetings protokolliert werden. Interne Wissenspools oder Jobportale sind weitere mögliche Einsatzszenarien. Wird die Blog - Technologie in der Unternehmens-kommunikation und auch in der Kommunikation mit Kunden einsetzen, fällt in diesem Zusammenhang oft der Begriff „Corporate Blog“.
Auch in der Politik werden Blogs immer beliebter, um zum Beispiel mit WählerInnen zu kommunizieren. Sehr bekannt ist z.B. der Video-Blog (Podcasts) der Bundeskanzlerin, bei dem das Videoformat genutzt wird.
Mehr Information zu Wiki erhalten Sie auch in unserem Newsletter inForm Ausgabe 10.
Was ist Twitter?
Die sogenannten Digital Natives tun es schon länger. Sie „zwitschern“ mit anderen über Twitter. Auch in der deutschen Politik wird Twittern immer beliebter. Neuste Studien zeigen, dass hierzulande z.B. jeder 10. Bundestagsabgeordnete über ein Twitterkonto verfügt. Viele Parteien sind bei Twitter registriert und verteilen darüber aktuelle Informationen an ihre Anhängerschaft, so z.B.
http://twitter.com/cducsu, http://explore.twitter.com/spd_lupe, http://explore.twitter.com/FDP_Fraktion.
Auch Nachrichtenmagazine nutzen mittlerweile Twitter, um ihr Leserinnen und Leser auf ihre Artikel, Livestreams oder Interviews aufmerksam zu machen, so z.B.
http://twitter.com/SPIEGEL_Top oder http://twitter.com/FOCUSlive oder http://twitter.com/handelsblatt.
Unternehmen haben Twitter für PR-Zwecke entdeckt. So informieren sie bspw. über Produktneuheiten, Preisänderungen, Aktionen oder über Inhalte von Liveveranstaltungen.
Ähnlich wie bei SMS kann ein Benutzer über Twitter Kurznachrichten (max. 140 Zeichen) versenden. Diese Nachrichten gehen jedoch nicht nur an einen Empfänger sondern an alle die bei Twitter angemeldet sind UND Nachrichten dieses Benutzers abonniert haben. Diese Abonnenten heißen bei Twitter „Follower“. Sie können nur die Nachrichten eines Benutzers lesen und verfolgen (Follow), die sie vorher aktiv abonniert haben.
Die „Sender“ einer Nachricht haben den Vorteil, dass Sie mit wenig Aufwand in kürzester Zeit viele Menschen erreichen. Hierin liegt jedoch auch ein großer Nachteil von Twitter. Es kann sehr schnell als „Panikportal“ missbraucht werden. Die „Empfänger“ empfinden es als vorteilhaft, dass sich die „Sender“ kurz fassen müssen und somit schneller auf den Punkt kommen. Zudem ist die Leserin oder der Leser nicht auf EIN elektronisches Medium beschränkt. So können die Nachrichten mit Hilfe des PC oder auch des Handys ortsunabhängig verfolgt werden.
Sie möchten noch mehr zu Twitter wissen? Mehr Infos gibt es z.B. unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Twitter oder in unserem Newsletter inForm Ausgabe 11.